INTENSIVSPRACHWOCHE

El Puerto de Santa María (Cádiz)

Schuljahr 2013/14

Wenn einer eine Reise tut, kann er was erzählen, sagt der Volksmund. Wenn die Spanisch-SchülerInnen der 7. Klassen zu einer Sprach- und Kulturreise nach El Puerto de Santa María, einer 90.000-Einwohner-Stadt in Andalusien, aufbrechen, können sie erzählen von der ersten von Menschenhand gezeichneten Weltkarte („mapa mundi“), die sie in El Puerto genauso bestaunten wie das „Castillo“, in dem Kolumbus vor seiner zweiten Reise residierte.

Sie können berichten von Gibraltar, das seit 1704 britisches Hoheitsgebiet ist, und von dem großartigen Ausblick ins 15 britische Meilen entfernte Nordafrika erzählen. Sie können auch erklären, warum die katholischen Herrscher nach der Rückeroberung Spaniens von den Arabern den maurischen (Bau)stil weiter pflegten. Die Schüler und Schülerinnen können darüber hinaus erzählen von den insgesamt 20 kurzweiligen Lektionen, in denen Carmen und Loli, die beiden Lehrerinnen der Trinity School, aktuelle spanische Themen wie den „botellón“, das Thema der Migration oder die Wirtschaftskrise behandelten und Stolpersteine der spanischen Grammatik kompetent aus dem Weg räumten.
Bei der Führung in der Sherry-Bodega „Caballero“ erfuhren die SchülerInnen, dass Sherry-Weine („Vinos de Jerez“) ausschließlich in der Region um El Puerto de Santa María und Jerez de la Frontera hergestellt werden dürfen, um als Sherry-Weine zu gelten, und im Naturschutzgebiet Los Toruños „verkosteten“ sie eine Pflanze, die sich von Salzwasser ernährt und das Salz über ihre Blätter abstößt. Weitere Höhepunkte der Reise waren der Ausflug nach Cádiz und natürlich das Treffen, mit den spanischen AustauschschülerInnen des Colegio Europa de Sevilla, die letztes Jahr das Europagymnasium besucht hatten.
Nicht zuletzt können Georg Fröschl und Rudi Schatz von einer neuen Erfahrung berichten (siehe What’s up Bericht vom Juni 2014): Ihrem ersten – bravourös gemeisterten – Auftritt im Radio, der gleich live und auf Spanisch erfolgte – zum Nachhören unter: http://radiopuerto.fm/audios.

 

Schuljahr 2010/2011

Herrliche, lange Sandstrände, eine palmengesäumte Alameda, weiß getünchte Häuser, lebhafte Einkaufsstraßen, bunte Märkte – El Puerto de Santa Maria gilt als Geheimtipp unter den Spaniern, die ihren Urlaub gern abseits vom internationalen Massentourismus genießen wollen!

Die malerische Kleinstadt an der Costa de la Luz begeistert mit ihrer spektakulären Stierkampfarena, einer der schönsten Arenen Spaniens. Der Hafen der Stadt, von wo aus Christopher Columbus seine zweite Reise nach Amerika startete, lockt zu einer Besichtigung und die zahlreichen prunkvollen Paläste haben der Stadt nicht ohne Grund den Namen „Stadt der 100 Paläste“ verschafft. Doch neben den kulturellen Highlights hat El Puerto de Santa Maria eine weitere Attraktionen zu bieten: Im beliebten Ferienort, dem benachbarten Jeréz de la Frontera wird der beste Sherry der Welt produziert! - ¡Salud!

(Information: Flamenco Sprachreisen Linz)

Schuljahr 2008/09

El Puerto de Santa María steht für Geschichte und Kultur, aber auch für Strände, Fisch und Wein (Sherry fino). In El Puerto de Santa María gibt es zahlreiche interessante historische Sehenswürdigkeiten und Bauten, wie die Burg Castillo de la Ciudad, die Stierkampfarena oder die Befestigungsanlage Castillo de San Marcos, die auf den Ruinen einer arabischen Moschee errichtet wurde. Sie stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde zum Schutz gegen die Piraten errichtet, die damals die Küsten der Provinz bedrohten. Der prominenteste Besucher in dieser Festung war Cristopher Columbus. Er hielt sich hier auf, während er die Finanzmittel für seine Seereise aufzutreiben versuchte. Juan de la Cosa, der Eigentümer der Schiffe von Columbus verbrachte ebenfalls Zeit in der Befestigung. Danach entstand hier 1500 die erste Weltkarte, in der Amerika verzeichnet war. Die Stierkampfarena von El Puerto de Santa Maria ist ein spektakulärer Bau und eine der schönsten Arenen in Spanien. In ihrem Inneren finden 12.000 Personen Platz. Der berühmte Stierkämpfer Joselito sagte einmal, „wer keinen Stierkampf in El Puerto erlebt habe, wisse nicht, was ein Stierkampf sei.“ Viele der Besucher sind erstaunt über die Weinberge. El Puerto de Santa Maria liegt im sogenannten Sherry-Dreieck, wo der beste Sherry der Welt produziert wird. Terry und Osborne sind die führenden Hersteller und der komplizierte Prozess für einen der weltbesten Weine bedarf viel Zeit. El Puerto ist eine Stadt mit vielen Attraktionen, die in Spanien viel bekannter ist als im Ausland. Vergeblich sucht man hier Bars, wo man ein englisches Frühstück oder ein „Pint“ serviert bekommt. Spanien ist hier noch sehr spanisch (auch die Touristen) und (noch) nicht vom Massentourismus überrollt.



SPRACHWOCHE BARCELONA 2007/08

oléeeeoléoléoléee[pause]oléeeoléolé[undwiederholen] –


Wie nicht anders zu erwarten, hatten wir Probleme das Viertelfinale der Spanier gegen Italien am Tag unserer Anreise zu sehen. Durch glückliche Umstände gelang es uns aber – bereits aufgeteilt auf die ganze Stadt – zumindest Teile der Verlängerung und das Elfmeterschießen zu erhaschen.


Durch den Triumph wegen der toll gehaltenen Elfer vom spanischen Kapitän Iker Casillas bestärkt, starteten wir voll motiviert in die Woche. Da die LateinerInnen sich gleichzeitig in Rom aufhielten, war auch eine gewisse Häme nicht ganz zu verstecken. Auch die ersten Reaktionen zu Unterkunft und Verpflegung bei den Gastfamilien waren sehr positiv. So wurde – nach ersten Irrfahrten im U-Bahn Netz etwas verspätet – die Konversationsarbeit in der Sprachschule Kingsbrook aufgenommen. Auch hier für SchülerInnen eher außergewöhnlich: positives Feedback (vor allem aus Freude darüber, dass kaum an Grammatikunterricht gedacht war, sondern das Sprechen im Vordergrund stand). Am Montag startete dann bereits die Fiesta. Ein Feiertag des Dienstags (San Joan) ließ die Nacht zum Tag werden. Der Strand war die gesamte Nacht bevölkert, und als neue Erkenntnis nahmen wir mit, dass Katalanen mit extremer Leidenschaft böllern – auch wenn dabei der eine oder die andere Schaden nimmt. Den Feiertag verbrachten wir in Sitges, einem idyllischen Badeort etwas außerhalb von Barcelona mit Strandliegen und Paellaessen. Dann endlich Halbfinale 1: Berliner gegen Berliner, also Deutschland gegen Türkei. Vorher waren wir auch noch sportlich unterwegs auf den Folgestätten der alten Griechen, also bei einigen Stadien der Olympischen Spiele von 1992. Wir opferten dabei dem hl. Jordi LaForge (Erklärung: Jordi ist der Stadtheilige von Barcelona und gleichzeitig der Vorname des Chefingenieurs LaForge der Enterprise 1701-D unter Cpt. Picard, was tatsächlich zu der Frage führte, warum ein etwas futuristisch anmutendes Gebäude, das Palau Jordi, dem Chefingenieur der Enterprise gewidmet sei – siehe auch das Foto dazu) und flehten um Beistand aus der Zukunft für das morgige 2. Halbfinale der Spanier gegen die Russen. Um die Zeit bis dorthin zu überbrücken fand wieder Sprachschule und Kultur statt. Die Sagrada Familia, entworfen von Antonio Gaudí und das Museum Miró ließen uns die Zeit kürzer erscheinen.

Dann endlich: ¡¡¡PODEMOS!!! Der Schlachtruf der Spanier (wohlgemerkt nicht der Katalanen!). Ein einziger Triumphzug der spanischen Elf. Einzug mit 3:0 über Russland ins Finale gegen Deutschland. Gefeiert wurde bei Private Viewing im Philosophen-Viertel, wo sonst anscheinend nur unseres und ein zweites TV-Gerät lief. Diese beiden Terrassen lieferten sich allerdings lautstarke Fangesang-Duelle. Allerdings schrien beide Terrassen für Spanien, unsere zusätzlich für Österreich – zwar etwas spät, aber immerhin. Danach wurde noch auf den Ramblas weitergefeiert – auch hier wieder: Viele Touristen, wenige Katalanen.

Nach diesem Höhepunkt der Woche wandelten wir noch auf den Spuren Antonio Gaudís und seiner Mitstreiter, Casa Batlló und der Park Güell waren dabei die Highlights. Auch das Museu Picasso vermittelte noch tiefe Einblicke in die eines Genies. Damit war die Woche schon fast zu Ende. Halt, der eigentliche Höhepunkt stand natürlich noch auf dem Programm: Shoppen in einer Modemetropole!!! Trotzdem schafften es alle, ohne Übergewicht im Gepäck die Heimreise anzutreten.

Tja und während des Finales saßen wir alle im Flugzeug, wo uns der Pilot versprach uns auf dem Laufenden zu halten. Das bedeutete, dass er uns mit genau ZWEI Mitteilungen beglückte: 1. (etwa zur Halbzeit): Es ist bereits ein Tor gefallen (Pause). Jetzt wollen Sie sicher noch wissen für wen – Torres 1:0 für Spanien (großer Jubel unter den Fluggästen). 2. (Einige Minuten nach Ende des Spiels): Das Spiel ist nun zu Ende (Pause). Spanien ist

Europameister. Da bleibt nur noch zu sagen: ¡¡¡EVIVA ESPAÑA!!! Und Colon weist uns den Weg in die Neue Welt!